Scannen, bearbeiten, ausdrucken und fertig ist das Kunstwerk. Eine Plastik aus Plastik, wenn man so will, frisch aus dem 3D-Drucker. Was würden wohl die Künstler*innen dazu sagen, die das Original einst in Handarbeit modelliert und gestaltet haben?
Original vs. Kopie
Oliver Laric nimmt kunsthistorische Skulpturen und Objekte und scannt ihre Form und ihre Proportionen mithilfe einer speziellen Technik. Anschließend bearbeitet er die dreidimensionale Vorlage am Computer, verformt und verzerrt sie oder entfernt einzelne Teile davon. Per 3D-Drucker druckt er den fertigen Entwurf aus. Was dabei herauskommt, sieht dem Original mal zum Verwechseln ähnlich, mal sind die Abweichungen der beiden Werke auf den ersten Blick ersichtlich und spätestens wenn man die Skulpturen aus nächster Nähe betrachtet, sind die Unterschiede nicht mehr zu leugnen. Denn Oliver Larics Plastiken bestehen aus Kunststoff. Meist werden mehrere Materialien kombiniert, oft sind sie hell wie Marmor oder schimmern wie Perlmutt. Im Gegensatz zum Stein, Metall oder Holz, aus dem ihre historischen Vorlagen sind, sind die Drucke leicht, sie wirken zerbrechlich, vor allem, wenn Teile davon gleichmäßig mit Löchern durchzogen sind.





