Dieser Gewässerfund zählt formal zu den Tüllenlanzenspitzen mit profilierter Tülle und glattem, geflammtem Blatt und steht den Lanzenspitzen mit schneidenparalleler oder annähernd schneidenparalleler Stufung des Blattes nahe. Deren Verbreitung liegt im südöstlichen Mitteleuropa im Karpaten-Donauraum und erstreckt sich über die Donau nach Süddeutschland und Österreich, streut über Mähren und Böhmen bis nach Polen und in die norddeutsche Tiefebene. Wenige Funde in der Schweiz markieren die westliche Randzone der Verbreitung. Ein gutes Vergleichsstück zur Lanzenspitze findet sich als Einzelfund in Krumsín im Bezirk Prostějov in Mittelmähren.
In der unverzierten Tülle befand und befindet sich die Spitze des Holzschaftes, dessen C14-Beprobung ergab ein Alter von 2955±40 BP, kalibriert 1310 BC (95,4 %) 1020 BC. Ein bronzener Befestigungsstift fixierte den Holzschaft in der Tülle.
Die Schneiden sind bis auf eine kleine Beschädigung intakt, sie weisen noch eine deutliche Schärfe auf. Die Oberfläche überzieht partiell eine dunkelgrüne bis schwärzliche Patina, die goldbraune Bronze schimmert durch.