17.5.2021
2 min
Dr.in Sonia Buchroithner

#FragDieTLM

Schick uns deine Frage an unsere Expert*innen und wir suchen die Antwort. Heute klären wir, wie sich archäologische Funde über Jahrtausende erhalten.

Im Nationalsozialismus wurden viele Menschen ihrer Kunstwerke enteignet. Wie laufen die Rückgaben bis heute ab?

Sonia Buchroithner, Historische Sammlung: Wir erforschen im Museum die Herkunftsgeschichte einzelner Objekte, also deren frühere Eigentümerinnen und Eigentümer. Damit können jene, die etwa aus jüdischem Besitz stammen, zurückgegeben werden. Die Schwierigkeit liegt oft darin, nachzuweisen, wem das jeweilige Objekt wann gehörte und auf wen es eventuell übertragen wurde. Durch umfangreiche Recherchen lassen sich die Eigentümerkette und ein möglicher Entzug identifizieren. Die Erwerbungen der Tiroler Landesmuseen zwischen 1933 und 1938 werden hinsichtlich solcher NS-Raubkunst gesichtet. Auch bei aktuellen Erwerbungen von Gegenständen, deren Entstehung vor 1945 datiert wurde, ist vor dem Ankauf eine lückenlose Klärung der Provenienz notwendig. Wird ein Objekt aus entzogenem Eigentum identifiziert, wird es so unkompliziert und rasch wie möglich zurückgegeben.

 

#FragdieTLM

Frag die Expert*innen! Schick uns deine Frage an fragdietlm@tiroler-landesmuseen.at und wir suchen die Antwort!

Autorin

Dr.in Sonia Buchroithner

 
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