Arbeiten an den Insektensammlungen

Bei über drei Millionen Belegen geht uns die Arbeit nicht aus!

Am jeweils zweiten Freitag des Monats von Oktober bis April finden Arbeitsnachmittage an den Insektensammlungen statt. Es sind alle herzlich willkommen, die Lust haben, mitzuhelfen oder selbst Unterstützung für den Aufbau der eigenen Sammlung suchen. Auch für Neueinsteiger*innen in die Materie steht die Türe der Arbeitsnachmittage an den Insektensammlungen offen. Neben der Unterstützung bei den Sammlungen stehen der fachliche Austausch zu Bestimmungshilfen und Vergleichsmöglichkeiten im Vordergrund der Nachmittage.


Insekten umfassen in Österreich mehr als 40.000 Arten, das sind etwa 75 Prozent aller hier lebenden Tierarten. Sie sind als Bestäuber von Pflanzen, als Regulatoren, in Nahrungsketten und durch den Abbau von organischen Substanzen von größter ökologischer Bedeutung und unersetzbar.

Entomologen (Insektenkundler, Artenkenner) bestimmen, präparieren und konservieren Insekten, ordnen sie in die biologische Systematik ein und beschreiben neu entdeckte Arten. Jedes Sammlungsexemplar enthält eine Fülle wissenschaftlicher Informationen. Eine Sammlung stellt damit eine durch nichts ersetzbare Datenbank dar. In Sammlungen enthaltene Typen sind Sammlungsexemplare, die nach den „Internationalen Regeln zur Zoologischen Nomenklatur“ die einzige objektive Definition aller Arten darstellen. Insektensammlungen sind wissenschaftliches Kulturgut höchster Priorität und stellen ein wichtiges Arbeitsmittel für Entomologen dar. Sie helfen beim Bestimmen der unterschiedlichen Arten, dienen als Speicher für Typen und als Datenbasis für wissenschaftliche Studien. Das Sammeln ist die einzige zuverlässige und nachvollziehbare Methode zur Dokumentation des Vorkommens von Insektenarten und dient der Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse, denn im Gegensatz zu den meisten Wirbeltieren lassen sich viele Insektenarten erst nach entsprechender Präparation bestimmen.

Sammeln ist essenziell, ist es aber noch zeitgemäß? Ohne verantwortungsvolle Arbeiten zur Erfassung des Arteninventars werden wir bald nur noch oberflächlich über die Fauna und Flora unseres Landes informiert sein. Zwar werden dann offiziell auch keine Arten mehr aussterben, weil keiner sie kennt und es bemerkt, doch wird sich auch niemand rechtzeitig für den Schutz der bedrohten Lebensräume und ihrer Organismen einsetzen können. Die Gefährdung von Insekten entsteht dabei nicht durch das gezielte Sammeln, sondern beruht fast ausschließlich auf der Zerstörung und Einengung ihrer Lebensräume, dem Rückgang vieler Pflanzenarten sowie derjenigen Tierarten, die Arthropoden als Wirte dienen. Die Ursache dafür liegt bei der immer intensiveren Nutzung der Umwelt durch den Menschen.

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