Die Grafische Sammlung der Tiroler Landesmuseen besitzt den weltweit größten Bestand an Tiroler Barockzeichnungen. Im Rahmen von „Ferdinandeum unterwegs“ werden diese barocken Preziosen – etwa von Paul Troger oder Simon Benedikt Faistenberger – im Innsbrucker Stadtarchiv/Stadtmuseum ausgestellt.
Die Zeichnungen waren meist zweckgebundene Arbeitsskizzen zur Vorbereitung von komplexen Projekten, etwa Deckenfresken, Altar- oder Bühnenbildern. Heute werden sie als hochkarätige Meisterwerke gesehen. Der Titel „Weltentfaltung“ verweist auf die Falte, ein zentrales Stilelement des Barock. Falten machen sichtbar, wie die Wirklichkeit sich uns zu erkennen gibt: vielfältig, nichts ist endgültig entschieden, alles im Fluss – Kunst für heute.
Die Schau widmet sich diesen faltensatten Kunstwerken und wagt auch den Blick auf die Bergwelt, in deren Falten sich das barocke Kräftespiel von Verbergen und Enthüllen fortsetzt.
Begrüßung:
Lukas Morscher
Leiter Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Andreas Rudigier
Direktor Tiroler Landesmuseen
Georg Willi
Vizebürgermeister Innsbruck
Anton Mattle
Landeshauptmann Tirol
Einführung:
Ralf Bormann
Leiter der Grafischen Sammlung der Tiroler Landesmuseen
und Kurator der Ausstellung