Wer kann sich eine Pause leisten – und wer sorgt dafür, dass der Alltag weiterläuft?
Die Aktion nimmt den Schulanfang zum Anlass, um auf die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit und Mental Load aufmerksam zu machen. Organisieren, Planen, Erinnern, Begleiten und Sorgen sind gesellschaftlich weiterhin ungleich verteilt und werden insbesondere in Familien noch immer überproportional von Müttern übernommen. Was häufig als individuelle Überforderung dargestellt wird, ist zugleich eine strukturelle Frage von Zeit, Arbeit und Geschlechtergerechtigkeit.“.
PAUSE versteht Erholung deshalb nicht als private Selbstoptimierung, sondern als gesellschaftliche Ressource. Das nach Außen verlagerte Museum wird zum temporären Erholungsort im öffentlichen Raum und für einen Moment zum Ort des Nicht-Tuns – und stellt die Frage, wem Ruhe, freie Zeit und Entlastung überhaupt zur Verfügung stehen: Mit Polstern ausgestattet, wird der Museums-Satellit zu einer Fläche des Rastens. Sanduhren machen die Dauer der selbst gewählten Pause sichtbar. Kurze Botschaften regen zum Nachdenken an über ungleiche Verteilung von Belastung, Care-Arbeit und Mental Load. Dadurch erhält die Einladung zum Pausieren eine zweite inhaltliche Ebene: Die individuelle Pause wird mit gesellschaftlichen Fragen rund um Belastung, Erholung und Fürsorge verknüpft.
Alle sind zu diesem Moment der Pause eingeladen.
Bei Regen findet die Veranstaltung nicht statt.
Der von AliPaloma konzipierte „Museums-Satellit“ im Rahmen von „Ferdinandeum: Kunst an der Baustelle“ macht schon während des Umbaus erfahrbar, dass ein Museum ein Ort für Dialog und Begegnung ist. Nun wird der Museums-Satellit endgültig zur offenen Aktionsfläche: Gemeinsam mit der Künstlerin entsteht ein Moment in dem unterschiedlicher Generationen Platz finden.
AliPaloma, freischaffende Multimediakünstlerin zwischen Brixen und Innsbruck, arbeitet zu gesellschaftlichen Normen, Geschlechtergerechtigkeit und Gleichberechtigung.