Schützenscheiben sind weit mehr als bloße Zielscheiben: Sie spiegeln patriarchale Gemeinschaftskultur, Status und historische Ereignisse wider.
Ein Exemplar aus Kastelruth von 1832 gibt jedoch Rätsel auf. Ein Aufkleber auf der Rückseite verweist zwar auf den Schießstand „Baon Nr. 2 Kastelruth“ – doch wie genau gelangte die Scheibe nach Nordtirol?
Wir wissen nur: Das Werk kam kriegsbedingt über mehrere Zwischenstationen ins Tiroler Volkskunstmuseum. Die Frage nach den rechtmäßigen Eigentümer*innen bleibt bis heute offen.