Die Vermählungsfeierlichkeiten von Erzherzog Leopold V. und Claudia de‘ Medici 1626 in Innsbruck
Die Hochzeit von Leopold und Claudia vor 400 Jahren in der Innsbrucker Hofkirche war ein Anlass für allerprächtigste, wahrhaft fürstliche Musik. Von den Feierlichkeiten gibt es einige Berichte, die wir zum Anlass nehmen, um die große Messe, die mit einem pompösen Te Deum „mit Pauken und Trompeten“ endete, zu rekonstruieren. Der musikalische Gestalter des Festes und Komponist der Festmesse war der berühmte Innsbrucker Hofkapellmeister Johann Stadlmayr. Seine Musik ist ein Höhepunkt des Frühbarocks, sein Name war in ganz Europa bekannt. Für die Hochzeitsfeierlichkeiten bot er wohl seine ganze Kunstfertigkeit auf, ging es doch darum, das internationale Publikum zu beeindrucken. Mit Claudia de‘ Medici hielten Glanz und Pracht der florentinischen Hofhaltung in Innsbruck Einzug. Entsprechend groß war das Bedürfnis, bei öffentlichen Anlässen von solcher Tragweite, wie im Fall der Fürstenhochzeit von 1626, den Florentinern nachzueifern und nicht zuletzt durch erlesene Musik das Ansehen der Tiroler Habsburgerfürsten zu erhöhen.
BONUS: 18 Uhr Einführung mit Musik