Die 28 „Schwarzen Mander“ gehören zweifellos zu den wichtigsten monumentalen Statuen der Renaissance. Sie wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Kaiser Maximilian I. für sein Grabmal in Auftrag gegeben und mehr als 30 Jahre nach dem Tod des Kaisers fertiggestellt.
Im Rahmen eines vom FWF geförderten, internationalen wissenschaftlichen Projekts wurden bereits die chemische Zusammensetzung der Messing- und Kupferstatuen und der verschiedenen Teile, aus denen sie hergestellt wurden, identifiziert. Darüber hinaus wurden Originalmanuskripte und Briefe zwischen Maximilian I. und den verschiedenen Künstlern analysiert. Zusammengenommen liefert dies eine erste Einschätzung des komplexen Herstellungsprozesses und der Herausforderungen, denen sich die Künstler bei der Schaffung der Statuen gegenübersahen.
Erstmalig werden auch Gussexperimente mit rekonstruierten, zeitgenössischen Technologien durchgeführt, deren Ergebnisse hier präsentiert werden sollen.
Literatur: Mödlinger, M., Asmus, B., Ghiara, G. The “Schwarze Mander” of the court church in Innsbruck, Austria: manufacture and production of monumental brass statues in the Renaissance. International Journal of Metalcasting 2024. doi: 10.1007/s40962-024-01299-4