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18.2.2022
3 min
Elisabeth Probst, M.A.

Von Lichtern und Leuchtern

Mit der Ausstellung „Chanukka. Leuchter des Lichterfestes“ bietet das Ferdinandeum erhellende Einblicke in die jüdische Kultur.

Wir schreiben das Jahr 5782, genauer gesagt den 25. Kislev. Der Tag liegt keineswegs in weiter Zukunft, wie man mit Blick auf die Jahreszahl vermuten könnte. Tatsächlich ist er schon einige Wochen vergangen, denn was nach dem jüdischen Kalender der 25. Kislev 5782 ist, entspricht im gregorianischen Kalender dem 29. November 2021. Von da an wurde Chanukka gefeiert, acht Tage lang, eben bis zum 2. Tewet.

Fest der Lichter

Chanukka ist das jüdische Lichterfest. Es feiert den Triumph des Lichts über die Dunkelheit und erinnert an die Wiedergeburt sowie den Überlebenswillen des jüdischen Volkes. Die Feierlichkeiten beginnen am Abend des 25. Kislev, wobei ein Tag im jüdischen Kalender übrigens am vorausgehenden Abend beginnt.

Das Symbol des Festes ist der Chanukka-Leuchter, ein Kerzenständer mit neun Armen, dessen Kerzen der Reihe nach entzündet werden. Der Tradition nach versammeln sich Familien an jedem Festtag nach Sonnenuntergang, um gemeinsam eine weitere Kerze anzuzünden, bis schließlich alle Lichter brennen. Die neunte Kerze ist der sogenannte Shamash, der Diener, denn mit ihrem Licht werden alle weiteren Kerzen entzündet. Der Shamash- Arm eines Chanukka- Leuchters hebt sich äußerlich oft von den übrigen acht Armen ab. Aber insgesamt ist Chanukka- Leuchter nicht gleich Chanukka- Leuchter.

Museum der Lichter

Die wohl größte gestalterische Vielfalt an Chanukka-Leuchtern findet sich im Piemont, genauer gesagt in Casale Monferrato. Die jüdische Gemeinde der italienischen Ortschaft sammelt seit mehr als 20 Jahren Chanukka-Leuchter in unterschiedlichsten Ausführungen. Jedes Exemplar wurde von einer anderen Künstlerin oder einem anderen Künstler gestaltet – und jährlich kommen neue hinzu. Von schlicht bis pompös präsentiert die Sammlung eine Vielfalt an Ideen und Designs, in der sich der Kerzenständer verwirklichen lässt.

Leuchter des Lichterfestes

Um sich einen Eindruck von der Sammlung in Casale Monferrato zu machen, braucht man aktuell noch nicht einmal bis nach Italien zu reisen, denn noch bis 27. Februar 2022 ist eine Auswahl an Chanukka-Leuchtern zu Gast im Ferdinandeum. Jeder der schönen, fantasievollen und raffinierten Entwürfe erzählt dabei eine individuelle Geschichte. Im Nebeneinander bringen die Kunstwerke ein einzigartiges künstlerisches Erbe zum Ausdruck und machen den Betrachterinnen und Betrachtern die jüdische Tradition greifbar.

Finissage

Am letzten Tag der Ausstellung lädt das Ferdinandeum um 16 und 17 Uhr zu Führungen durch die Ausstellung. Anmeldungen dafür werden unter besucherservice@tiroler-landesmuseen.at  entgegen genommen. Im Anschluss haben die Besucher*innen die Möglichkeit die Innsbrucker Synagoge unweit des Ferdinandeums zu besuchen.

 
Chanukka & Weihnachten in den Tiroler Landesmuseen
© mariakirchner.at
Chanukka & Weihnachten in den Tiroler Landesmuseen

Autor*in

Elisabeth Probst, M.A.

 
Elisabeth Probst
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