Chanukka

Leuchter des Lichterfestes

Die Ausstellung „Chanukka. Leuchter des Lichterfestes“ thematisiert die Bedeutung des Lichtes in Bezug auf das jüdische Lichterfest. Das Licht als Symbol und Zeichen spielt nicht nur in der jüdischen Tradition eine entscheidende Rolle, sondern soll im Rahmen dieser Ausstellung auch stellvertretend für die Absenz jüdischer Exponate in den Sammlungen der Tiroler Landesmuseen stehen. So liegt der Ausstellung die Idee zugrunde, die verschiedenen Religionen und Kulturen durch das Licht, in Form der jüdischen Leuchter, zu vereinen.  

Jüdische Tradition

Anlässlich des traditionellen, jüdischen Lichterfestes werden die Kerzen des achtarmigen Chanukka ([xanʊˈkaː] hebräisch: Einweihung) Leuchters als Ausdruck der jüdischen Identität entzündet. Jeden Tag wird ein Licht mehr angezündet, so dass am Ende alle acht brennen. Der Leuchter hat oft neun Lichterhalter, mit dem neunten Licht werden die anderen angezündet. 

Museum der Lichter

Vor über 20 Jahren begann das Museo dei Lumi das Sammeln solcher Leuchter in Casale Monferrato, Piemont, einer Region mit einer tief verwurzelten jüdischen Gemeinschaft. Heute sind über 200 Leuchter – eine Vielzahl wurde speziell für das Museum angefertigt – in die Sammlung eingegangen. Zahlreiche Künstler*innen trugen in den vergangenen Jahren mit der Ausarbeitung ihrer Vorstellungen und Auffassungen von den Chanukka-Leuchtern zu dieser einmaligen Sammlung bei. 

Kunst und Kultur im Austausch

Die vielfältigen und kreativen Interpretationen des Chanukka-Leuchters ergeben eine Sammlung, deren Intention das Aufeinandertreffen von Kunst, Design und der jüdischen Kultur ist. Eine Auswahl dieser Werke ist ab 26.November im Ferdinandeum zu sehen.  Auch der extra in Israel angefertigte silberne Eröffnungsleuchter, den Bischof Reinhold Stecher der Innsbruck Synagoge zur Wiedereröffnung schenkte, wird erstmals im Museum präsentiert. Den Ehrenplatz in der Synagoge, den dieser besondere Leuchter sonst einnimmt, wird ein Leuchter der Sammlung bestücken. Als Zeichen der Zusammenarbeit ist dieser Austausch auch Auftakt zu einer mit der Israelitischen Kultusgemeinschaft entstandenen Veranstaltungsreihe.

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