Defregger

Mythos - Missbrauch - Moderne

Der Tiroler Künstler Franz von Defregger (1835–1921) gehört als einer der „Münchner Malerfürsten“ zu den erfolgreichsten Künstlern um 1900. Im 100. Todesjahr widmen ihm die Tiroler Landesmuseen die erste große Ausstellung seit Jahrzehnten. An seinem Schaffen werden Phänomene der Moderne wie die massenhafte Bildreproduktion oder Fragen nach Identität und Geschlechterrollen festgemacht. Seine Bilder werden nun auch hinsichtlich ihrer politischen Aufladung und missbräuchlichen Rezeption durch die Nazis beleuchtet. Spektakuläre neue Einblicke bieten erstmals ausgestellte Werke aus Familienbesitz, die unter dem Eindruck seiner Pariser Zeit entstanden sind und Arbeiten u. a. von van Gogh, Kirchner, Millet, Corinth und Leibl gegenübergestellt werden.

Kurator*innen

Angelika Irgens-Defregger M.A.
Dr. Helmut Hess