Anfang des 20. Jahrhunderts entsteht im deutschsprachigen Raum ein Stil, der die Kunstwelt revolutioniert. Entgegen aller Prinzipien rund um naturgetreuen Darstellungsweisen, nach denen noch der Impressionismus strebte, lenkt nun das emotionale und gedankliche Innenleben das künstlerische Schaffen. Die Formen werden grober, die Bilder abstrakter und die Perspektiven aus der Angel gerückt.

In Tirol wirkt der Expressionismus wie ein Befreiungsschlag. Wie aus dem Nichts tauchen hier Arbeiten auf, deren künstlerische Qualität den deutschen Vorbildern in nichts nachsteht. Mit Werken von Ernst Nepo, Artur Nikodem, Gerhild Diesner, Walter Honeder, Hilde Goldschmidt, Josef Prantl, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Herbert Boeckl, Herbert Brandl und anderen zeigt die Grafische Sammlung eine Auswahl an expressionistischen Grafiken aus ihrem umfangreichen Bestand. Die Blätter bezeugen dabei die Entwicklung einer Stilepoche, mit der das Kunstgeschehen in Tirol das Tor zur Moderne passiert und die in manchen Fällen bis in die Gegenwart nachhallt.


Podcast

MUSEUMSGEFLÜSTER: Formzertrümmerung

Die Formen werden grober, die Bilder abstrakter und die Perspektiven aus der Angel gerückt. In dieser Folge unseres Museumspodcast spricht Michael Zechmann-Kreis mit Kurator Ralf Bormann über den Expressionismus in Tirol.


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