Vier Gespräche in der Reihe
MUSEUM IM DIALOG
Anlässlich der Ausstellung „Für Gott, Kaiser und Vaterland? Propaganda im Ersten Weltkrieg in Tirol“ fanden vier Gespräche statt, die den Einfluss des Krieges auf die Gesellschaft bis heute beleuchten sollten. Mein Vorhaben war es, in den Diskussionen der Entstehung von Feindbildern nachzugehen, die Auswirkungen von Gewalterfahrungen und deren transgenerationale Weitergabe zu beleuchten, den Umgang mit Gewaltdarstellungen in Museen, Kunst und Alltag zu besprechen und über Friedensbemühungen nachzudenken. Das Um- und Überdenken festgefahrener Strukturen, so die Idee, könnte zu neuen Denkmodellen führen, die das anthropozentrische Weltbild ablösen und einen Weg in eine friedlichere Zukunft ermöglichen.
Bei der Konzeption war nicht absehbar gewesen, wie nahe uns das Thema Krieg erneut kommen würde! Nach dem 24.4.2022 war es eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, sich unter Einbeziehen der aktuellen Weltlage, zu den geplanten Themen zu äußern.
In diesem Blog liste ich für Sie einige Fragen auf, die in den Videos beantwortet werden.
MUSEUM IM DIALOG ist eine Gesprächsreihe der Tiroler Landesmuseen, die Rosanna Dematté erstmals mit der künstlerischen Intervention „Ursula Beiler. Grüß Göttin“ im Jahr 2020/21 im Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum ins Leben gerufen hat. Die Gespräche greifen gesellschaftsrelevante und aktuelle Themen in wechselnden Ausstellungen auf. Das Museum versteht sich dabei als Plattform für Diskussionen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Kunst, Kultur, Philosophie und Politik.